Corona-Pandemie: SK SHA muss vorerst geschlossen bleiben

Die Corona-Krise zieht weiter ihre Kreise und betrifft uns mittlerweile alle in unserem Alltag. Es war abzusehen, dass auch das Herzstück Baden-Württembergs: der Schachklub Schwäbisch Hall betroffen sein würde.

Schon am 13.03 hat der SVW auf den Virus reagiert, indem er kurzfristig den kompletten Spielbetrieb in Ba-Wü bis Ostern lahmgelegt hat. Keine 7 Tage später wurde auch schon die Politik aktiv. Aus dem Beschluss der Landesregierung zum 18.03.2020 geht hervor, dass Zusammenkünfte in Vereinen fortan untersagt sind. Damit sind die Grenzen klar definiert. Uns bleibt keine Wahl als den Vereinsabend auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Der Ligabetrieb steht still und auch die von uns allen geliebte Hauptversammlung wird verschoben.

Was sich hier wie ein Schlag ins Gesicht anfühlt, kann aber auch als Chance genutzt werden. Vor Allem für die Älteren aus unserer Reihe. Das Stichwort heißt: Digitalisierung. Das Vereinsleben und soziale Miteinander kann virtuell stattfinden. Es gibt viele Möglichkeiten online Schach zu spielen, sich zu unterhalten oder zu chatten.

Dazu habe ich in Discord einen Kanal eingerichtet, damit wir uns online einfacher koordinieren und unterhalten können. Lichess ist eine erstklassige, kostenlose Plattform, bei der wir Schach spielen können (Bei reger Beteiligung sogar im Turniermodus).

Wer in Discord den Zugangslink haben möchte, oder einfach nur weitere Informationen benötigt kann sich gerne per Mail an mich wenden. steffen.mages@gmx.de

Autor: Steffen Mages

hier noch ein paar Quellen und Links:

Der Beschluss der Landesregierung:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/landesregierung-beschliesst-massnahmen-gegen-die-ausbreitung-des-coronavirus/

der Brief des Schachverbands Württemberg

http://www.svw.info/images/stories/referate/turnierleiter/2020/2020-03-13_Aussetzung-Spielbetrieb-im-SVW-bis-Ostern.pdf

Die Schach-Plattform Lichess. Der untere Link führt zu meinem Profil.

https://lichess.org/

https://lichess.org/@/MouthPocketDevourer

Das Kommunikationsprogramm Discord:

https://discordapp.com/

Waldemar Reifschneider gewinnt Klubmeisterschaft

(Daniel Fries)

Am vergangenen Freitag 21.02.2020 wurde im Haus der Vereine bei reger Beteiligung die neunte und letzte Runde des Vereinsturniers 19/20 gespielt. Neben dezentem organisatorischem Chaos bot das Vereinsturnier dieses Mal Spannung bis zur letzten Runde. Schon vor der letzten Runde kündigte sich die Überraschung an: Nach Runde 8 standen Waldemar Reifschneider auf Platz 1, Boris Meinel auf Platz 2 und der starke Vorjahressieger Steffen Mages auf Platz 3. Wohlgemerkt Platz 3 für Steffen mit 4 aus 4 aber halt nur 50% Rundenteilnahme.

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Landesliga: man muss Schach sportlich sehen

Am Sonntag (16.02.20) spielte unsere gemischte Mannschaft (weil Männer und Frauen im Team sind) heimwärts gegen die SG Ludwigsburg II. Mit unserer Aufstellung waren wir bereits im Vorfeld Favourit. Zudem trat Ludwigsburg auch noch nur zu 7. an. Dadurch kam Ivan Sarenac leider nicht zum Zug aber bescherte uns durch seine reine Anwesenheit einen vollen Punkt Vorsprung.

Boris Meinel war als Erster fertig. Er einigte sich mit seinem Gegner Armin Dezius auf ein friedliches Remis. Ana Matnadze überspielte ihren Kontrahenten und erhöhte damit auf 2,5-0,5. Martin Lenzen konnte im Mittelspiel eine Figur gewinnen und ließ nichts mehr anbrennen. Micha Bahmann spielte die Stärken seiner Freibauern aus und sicherte damit die 2 vollen Mannschaftspunkte. Evgeniya Doluhanova konnte durch ihre taktischen Fähigkeiten erneut überzeugen. FM Eberlein sah für ihren Gegner wohl eine stärkere Fortsetzung aber am Brett war es wohl zu schwer diese zu finden. Adela Velikic wurde mit einer Stone Wall konfrontiert. Ihr Gegner spielte den daraus resultierenden klassischen Angriff am Königsflügel und opferte sogar eine Figur um auf Matt zu spielen. Adela blieb aber cool und ließ den Angriff im Sande verlaufen und behielt die Mehrfigur.

Damit waren fast alle Spiele vor der Zeitkontrolle beendet und es stand 6,5-0,5 für uns. Eigentlich ein guter Zeitpunkt um sich auf Unentschieden zu einigen und essen zu gehen, aber meine Remis-aversion drängte mich dazu weiterzuspielen. Damit wurde meine Partie eine Frage der Kondition. Nach 4,5 gespielten Stunden und einem gefühlt endlosem Lavieren der Türme brach bei meinem Gegner Vrabac Branko doch die Konzentration ein und ich konnte die Partie gewinnen. Es ist eben doch von Vorteil 30 Jahre jünger zu sein.

Damit stand das Ergebnis von 7,5-0,5 fest.

Ich denke in der Saison wird es keine Überraschungen mehr geben. Mit 2 Mannschaftspunkten und 5,5 Brettpunkten Vorsprung, sowie dem leichteren Restprogramm wie Ludwigsburg I, sollte der Aufstieg in die Verbandsliga eine sichere Sache sein. Das Liga-Orakel attestiert uns bereits 100% für den Aufstieg.

Autor: Steffen Mages

Ana Matnadze beim Vereinsabend

Am gestrigen Vereinsabend stellte Ana Matnadze drei ihrer Partien vor. Ana Matnadze spielt seit dieser Saison in der Haller Landesligamannschaft und tritt dieses Wochenende zunächst zum Nachholspiel gegen Ingerheim an. Ihr Gegner Werner Schuran war zum eigentlichen Termin in der 3. Runde im Rahmen einer SVW-Veranstaltung unterwegs, daher wurde die Partie verlegt. Am Sonntag steht dann die 6. Runde in Öhringen an.

Ein paar wichtige Schlussfolgerungen aus den Partien waren:

  • Immer den Druck aufrechterhalten
  • Umschalten zwischen “Verteidungs-” und “Angriffsmodus”
  • Ab und zu sind auch hässliche Züge gut

Unten gibt es die Partien zum Nachspielen und ein paar Fotoeindrücke.

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Neujahrsblitzturnier am 03.01.20

Am ersten Freitag des neuen Jahres findet wieder unser traditionelles Neujahrsblitzturnier statt. Der Beginn ist um 19:30 im Haus der Vereine.

Der Modus ist dieses Mal 3 Minuten + 2 Sekunden Inkrement pro Zug.

Wie immer wird kein Startgeld erhoben. Preisgelder für die Plätze 1-3 sind: 50€, 30€ und 20€. Zudem gibt es einen Überraschungspreis für eine Platzierung, welche vorher ausgelost wird. Um was es sich bei dem Überraschungspreis handelt ist bis zum jetzigen Zeitpunkt streng geheim.

Wir freuen uns wie immer über rege Beteiligung 🙂

Weihnachtsfeier des SK Schwäbisch Hall

Nach dem erfolgreichen Bundesligawochenende und dem Sieg in der Landesliga gegen Lauffen versammelte sich der SK Schwäbisch Hall bestens gelaunt zur Weihnachtsfeier im Restaurant Finale. Auch die komplette Frauenbundesligamannschaft und die Haller Erste waren gekommen. Nach dem Essen wurde auch Schach gespielt, hier ein paar Fotoeindrücke von der harmonischen Veranstaltung.

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Offene Klubmeisterschaft am 18.10.19

Unsere Klubmeisterschaft beginnt am 18.10.19 (Freitag). Wie beim letzten Mal wird sie wieder im Keizer-System ausgetragen. Das Turnier ist zudem offen – also auch nicht Vereinsmitglieder dürfen mitspielen. Das beste Vereinsmitglied wird zum Meister gekürt.

Hier nochmal die großen Vorteile des Keizer-Systems zusammengefasst:

  • Keine Terminabsprache notwendig
  • Wer spielen will bekommt einen Gegner
  • Später Einstieg in das Turnier möglich

zum Turnier selbst:

  • Ca. 9 Runden werden gespielt (nur eine Runde pro Spieltag)
  • 90 Minuten +30sec/Zug pro Spieler pro Partie
  • Anmeldeschluss ist immer kurz vor Rundenbeginn (etwa 19:45)

Jeder ist herzlich dazu eingeladen an diesem Turnier teilzunehmen – auch wenn es nur für eine oder zwei Runden ist. Das Keizer-System gewährt an dieser Stelle ein hohes Maß an Flexibilität, ohne den Wettbewerb zu verzerren.

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen! 🙂

Landesliga: Der Captain muss es wieder richten

Am Sonntag (15.09.19) startete endlich die Schachsaison für unsere erste Herrenmannschaft (SK SHA I). Mit dem SC Blauer Turm Bad Wimpfen I (im Folgenden SCBTBWI genannt) hatten wir es gleich zu Beginn mit einer der stärkeren Mannschaften der Liga zu tun. Doch verstärkt durch IM Ana Matnadze, WGM Mihaela Sandu und Jaroslav Buran waren wir gut gerüstet. SCBTBWI dagegen gelang es (meinen ehemaligen Teamkameraden aus Heilbronn) IM Ulrich Schulze aus seinem vorzeitigen Schachruhestand wiederzuerwecken und für die Mannschaftskämpfe zu gewinnen. An Brett 2 spielte Phillip Huber, welcher schon vor einigen Jahren eine unserer hochkarätigen Schachdamen schlagen konnte. IM Alina Kashlinskaya hatte damals das Nachsehen gegen ihn. Damit waren Brett 1+2 quasi auf Augenhöhe.

An den Brettern von 3-8 verzeichneten wir einen DWZ-Vorsprung von etwa 150-200 Punkten. Aber Schach ist nunmal keine mathematische Gleichung sondern Sport! Im Verlauf des Spieltages mussten wir noch ganz schön die Zähne zusammenbeißen um uns zu beweisen.

Doch erstmal Alles von Anfang an. Es ist 9 Uhr. Unsere Gegner waren noch nicht da. Das war die PERFEKTE Gelegenheit noch schnell die vorbestellten Butterbrezeln vom Bäcker abzuholen. Auf dem Weg dahin liefen mir dann die Spieler vom SCBTBWI über den Weg, auf der Suche nach unserem Spiellokal. Nachdem wir dann gemeinsam das Haus der Vereine gefunden hatten, gab ich nach kurzer Ansprache die Partieen frei.

Die Eröffnungsphase verlief sehr ruhig. Buchstäblich sowie schachlich. Ich schätze wir mussten uns alle zu Saisonbeginn erstmal wieder ans Turnierschach akklimatisieren. Lange Zeit passierte nicht viel, bis unser Remiskönig Dr. Bernhard Prinz, in einer für ihn völlig a-typischen Manier, plötzlich eine Qualität für 2 Bauern und starken Angriff opferte. Nach einer Weile fand er dann wie es schien doch nicht die schärfsten Fortsetzungen und willigte ins Remis ein. Von dieser Punkteteilung inspiriert, trennte sich auch Jaroslav Buran mit einem Halben Punkt von seinem Gegner. Micha Bahmann an Brett 4 dagegen hatte bereits Zeitprobleme. Bei 5 Minuten Restbedenkzeit und erst 20 gespielten Zügen war sein Remis sicherlich eine gute Entscheidung. An Brett 7 gelang es Daniel Fries nicht, seine positionell überlegene Stellung zu gewinnen. Auch Boris Meinel an Brett 8 ließ nichts unversucht, aber biss mit seinen Tricks auf Granit. Die Verteidigung der beiden Jugendspieler vom SCBTBWI war einfach zu souverän.

Damit hatte der SKSHAI 2,5 Punkte. Der SCBTBWI dagegen genauso 2,5 Punkte.

Die Mädels hatten grundsolide Positionen, aber auch keine konkreten Vorteile. Damit war mir klar, dass meine Partie maßgeblich für diesen Spieltag sein würde. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber da ich die einzige Gewinnpartie des Tages gespielt habe, komme ich um die Selbstbeweihräucherung wohl nicht herum. Deshalb gibt es hier meine kommentierte Partie zu sehen:

Bosiljko Jurkic (1988), SCBTBWI – Steffen Mages (2148), SKSHAI

*Ich klopfe mir selbst auf die Schulter*

Ana hatte derweil ein Dauerschach verschmäht, um weiter auf eine Gewinnchance zu warten. Mihaela spielte ein sehr ausgeglichenes Endspiel. 2 Springer gegen Springer+Läufer und beiderseits 3 Bauern. Jeder Zug den sie und ihr Kontrahent machten wirkte sehr subtil und kontrolliert. Im weiteren Verlauf einigten sich die beiden dann schließlich auf Remis. Da SCBTBWI nun hinten lag, sah sich Uli dazu gezwungen, eine “Seeschlange” zu kreiren. Also eine Partie, die auf der Rückseite des Formulars weiter notiert werden muss. Beide hatten eine Dame auf dem Brett. Uli nannte a und b Bauern sein Eigen, während Ana mit g und h Bauern agierte. Für die Kiebitze war die Position unanfechtbar Remis. Ana erklärte mir nach der Partie jedoch, dass sie genau die selbe Stellung schon einmal auf dem Brett hatte und gegen Großmeister XY verlor. Deshalb wusste sie genau, wie sie verteidigen musste und brachte mit dem Remis den Mannschaftssieg nach Hause.

Hier die Partie zum nachspielen und nachträglich mitfiebern:

IM Ulrich Schulze (2273), SCBTBWI – IM Ana Matnadze (2397), SKHAI

Zu den anderen Mannschaften der Liga gibt es auch viel Gesprächsstoff. Ludwigsburg I hat zu sechst mit 4,5 Punkten gegen ihre Zweitgarnitur gewonnen. Lauffen in Bestbesetzung unterlag Ingersheim mit einem knappen Ergebnis. Öhringen dagegen gab sich bisher keine Blöße und gewann mit einem souveränen 5,5-2,5 gegen Marbach. Die Tabellenspitze sichterte sich Tamm mit einem 6-2 gegen Neuenstadt.

Die Saison verspricht schon jetzt interessant zu werden.

Autor: Steffen Mages

Stadtmeisterschaft: Steffen Mages verteidigt den Titel

Am Sonntag (08.September) fand die offene Stadtmeisterschaft im Haus der Vereine statt. Ausgetragen wurde sie nun zum dritten Mal in Folge im Schnellschachformat (15min/Spieler). Zur Freude der vielen Kiebitze kam es aufgrund der knappen Bedenkzeit häufiger zu Zeitnotschlachten. Direkt in der ersten Runde trafen Titelverteidiger Steffen Mages und der Vorjahreszweite Daniel Fries aufeinander. Nach einem langen “Ausquetschen” der Position gelang es Mages auf Zeit gegen Fries zu gewinnen – mit 7 Sekunden Restbedenkzeit. Im Verlauf des Turniers bildete sich eine Spitze von 4 Spielern heraus: Mages mit knappem Vorsprung dicht gefolgt von Dr.Bernhard Prinz, Joachim Pulwer und Daniel Fries. Die Begegnung Prinz – Mages endete Remis. Fries überholte Pulwer aufgrund des direkten Duells. Unter den Damen wurde Tatjana Selikson unangefochten zur Stadtmeisterin.

v.l.n.r.: 3.Daniel Fries, 2.Vorstand Mario Meinel, 12. Tatjana Selikson 1. Steffen Mages, 2. Dr. Bernhard Prinz

In der 7. Runde gab es einen schönen Abschluss in der Partie

Meinel B. – Mages S. (siehe Diagramm)

Es folgte 1. … h2+ 2. Kg2 Txg3+ 3.fxg3 Dxf1+ 4.Kxh2 Th6#

Nach dem Turnier feierten die Schachspieler noch gemeinsam im Besen in Bibersfeld bei gutem Essen, Wein und natürlich Blitzschach.

Das neue Saisonheft ist da

Die neue Saisonbroschüre für die Saison 2019/20 ist da. Die gedruckte Version wird noch heute erwartet. Die Broschüre enthält wieder viele Informationen zur kommenden Saison der Frauenbundesliga, aber auch darüber hinaus weitere Infos und Beiträge aus dem Umfeld des SK Schwäbisch Hall. Erhältlich wird die gedruckte Version an vielen Stellen in Schwäbisch Hall sein, bei allen Spielen der Frauenbundesliga mit Schwäbisch Haller Beteiligung und bei weiteren Schachevents in ganz Deutschland. Elektronisch gibt es die Broschüre hier.