„Was wäre wenn?“ – diese Frage stellte sich das Rumpfteam der Haller Zweiten nach der Niederlage am vergangenen Sonntag in Bad Wimpfen. Was wäre möglich gewesen, wenn die Bretter eins bis drei in Bestbesetzung dabei gewesen wären?
Eines war jedenfalls klar: An den Ersatzspielern lag es mit Sicherheit nicht. Doch das Fehlen der drei Spitzenbretter kann die Mannschaft auf Dauer nur schwer kompensieren. Mannschaftsführer Ulf Bischoff schenkte den drei Jugendlichen Tamiru, Tima und Farzam sein Vertrauen – und die „drei Musketiere“ machten ihre Sache richtig ordentlich.
Bischoff selbst setzte auf seinen geliebten Stonewall, fand jedoch keine geeignete Fortsetzung, um die Stellung entscheidend zu seinen Gunsten zu verändern. So endete seine Partie mit einem Remis.
Dann schlug die Stunde von Tima. Er zeigte seinem Gegner eindrucksvoll die Grenzen auf und gewann seine Partie überlegen. Auch Tamiru, der die schwere Aufgabe am ersten Brett übernehmen musste, kämpfte bravourös. Eine kleine Ungenauigkeit wurde jedoch bestraft und kostete ihn letztlich die Partie.
Farzam hielt ebenfalls gut dagegen und erkämpfte sich verdient ein Unentschieden. Am achten Brett übte Mario kräftig Druck auf den schwachen e-Bauern seines Gegners aus und stand vielversprechend. Doch dann übersah er einen Zug – und plötzlich war die gute Stellung dahin. Mario ging K. o.
Andreas wiederum kannte von Beginn an nur eine Richtung: nach vorne. Er griff beherzt an und setzte seinen Gegner unter Druck. Doch der Angriff war letztlich etwas zu optimistisch angelegt. Andreas überzog seine Stellung und musste sich nach langem Kampf geschlagen geben.
Beim Stand von 2:4 rettete sich Waldemar ins Dauerschach und sicherte damit zumindest noch einen halben Punkt. Seine Partie endete remis, doch der Mannschaftskampf war damit für die Haller verloren.
Das letzte Gefecht des Tages entschied schließlich Boris für sich. Sein Gegner überschritt die Bedenkzeit und der Punkt ging an Schwäbisch Hall.
Für die Haller Zweite heißt es nun: Wunden lecken, die Niederlage abhaken und neue Kräfte sammeln. Denn bereits am 25. Oktober wartet das Derby gegen das Team der Post SG.