Ein Abenteuer der besonderen Art erlebte der elfjährige Lennart Naumann vom SK Schwäbisch Hall in Batumi (Georgien), Heimatstadt von Nino Batsiashvili und unter anderem Schauplatz der Schacholympiade 2018. Er nahm am FIDE-World-Cup der unter Zwölfjährigen teil. Die Gegner kamen aus der ganzen Welt und es war ein extrem starkes Feld. In der ersten Runde spielte Lennart gegen FM Zhauynbay aus Kasachstan, und der war leider eine Nummer zu groß für Lennart. Die nächsten zwei Runden gegen Kiznis (Litauen) und Tebidze (Georgien) wurden dann aber sichere Beute unseres Lennart. Gegen Katta (USA) folgte ein taktisches Unentschieden. Aber wie es so ist bei einem Mammut-Turnier folgen auch Rückschläge und es gab zwei Niederlagen trotz heftiger Gegenwehr von Lennart. Da war es ganz gut, dass der Ruhetag kam. Nach einer Tour durch Batumi am Ruhetag, war der Kopf befreit und Lennart spielte in der zweiten Turnierhälfte sehr gut auf. Drei Siege in Folge gegen Gonzales Romo (Mexiko) Yrysov (Kirgisien) und CM Andre aus der Slowakei katapultierten Lennart in den oberen Teil des Feldes. Am nächsten Tag stand der insgesamt fünfte Gegner mit einer Wertung von über 2.000 ELO bereit, Safa Hummatov aus Aserbaidschan. Da Lennart einen ziemlich angriffsfreudigen Stil pflegt, war es klar, dass er auf Sieg spielen würde. Nur war der Gegner einen Tick cleverer als er und gewann auch mit etwas Glück. In der elften und letzten Runde wartete mit Milos Zajadlak (Polen) mit knapp 2.000 ELO auf ihn. Lennart lieferte eine Glanzpartie ab und gewann absolut verdient. Mit 6,5 Punkten aus 11 Runden und einem satten Eloplus – eher ungewöhnlich bei solchen Turnieren, da so junge Spieler meistens eher underrated sind – kann der junge Mann mächtig stolz sein. Am Ende war er auf Platz 34 bester Deutscher. Das Turnier gewann FM Marc Llari aus Frankreich mit 9 Punkten. Auch sein Stammverein SK Schwäbisch Hall ist mächtig stolz, so ein Juwel in seine Reihen zu haben. Weiter so Lennart!







