Frauenbundesliga: Heimspiel gegen den deutschen Meister

Am kommenden Wochenende empfängt der SK Schwäbisch Hall in der Bausparkasse gemeinsam mit Reisepartner SF Deizisau die Mannschaften aus Rodewisch und Bad Königshofen zur einzigen Heimrunde der Saison. Am Sonntag treffen mit Schwäbisch Hall und Bad Königshofen die Meister der letzten beiden Jahre zum Spitzenspiel aufeinander. Beide Mannschaften sind gut in die Saison gestartet und haben ihre Auftaktbegegnungen gewonnen. Dabei gab Bad Königshofen gegen die Aufsteiger aus Kreuzberg und Chemnitz noch nicht einmal einen Brettpunkt ab. Schwäbisch Hall gewann gegen Solingen und Hemer, hatte aber mit dem Aufsteiger aus Hemer beim knappen 3,5-2,5 einige Mühe.

Bereits Tags zuvor geht es für Schwäbisch Hall gegen das Liga-Urgestein Rodewischer Schachmiezen. Rodewisch verlor zwar sein erstes Brett IM Stavroula Tsolakidou aus Griechenland an Baden-Baden, fand aber in der Italienerin IM Marina Brunello starken Ersatz. Die kampfstarke Mannschaft aus dem Vogtland ist immer für eine Überraschung gut. Rodewisch gewann zum Saisonauftakt gegen Chemnitz, verlor dann aber überraschend gegen Kreuzberg.

Gespielt wird in der Schwäbisch Haller Bausparkasse (Crailsheimer Straße 52) am Samstag ab 14:00 und am Sonntag ab 9:00. Zuschauer sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Während Schwäbisch Hall mit hoher Wahrscheinlichkeit auf seine georgische und französische Achsen setzen wird, spielt für Bad Königshofen ein Großteil der polnischen Nationalmannschaft, die kürzlich im georgischen Batumi vor der Ukraine und (ganz überraschend) Deutschland Mannschaftseuropameister wurde. Aus der Siegermannschaft sind mit IM Aleksandra Maltsevskaya, IM Oliwia Kiolbasa und IM Klaudia Kulon gleich drei Spielerinnen im Kader des deutschen Meisters. Dazu kommt mit IM Karina Cyfka, der erfolgreichsten Spielerin der letzten Saison der Frauenbundesliga, eine weitere Polin, die es diesmal nicht in die Nationalmannschaft schaffte. Wie immer in den letzten Jahren wird eine hochklassige Begegnung auf Augenhöhe erwartet, in der Kleinigkeiten den Ausschlag für die eine oder die andere Seite geben können. Beim letzten Aufeinandertreffen im Februar machte Karina Cyfka gegen Ekaterina Atalik den Bad Königshofener Sieg perfekt, alle anderen Partien endeten remis. Das war auch die Vorentscheidung für den späteren Titelgewinn.

Einen Vorbericht gibt es im Haller Tagblatt sowie ein Interview mit dem Haller Neuzugang WGM Andreea Navrotescu aus Frankreich.

Besonders interessiert wird der alljährliche Titelfavorit aus Baden-Baden auf das erste Spitzenspiel der Saison blicken. Auch Baden-Baden ist noch verlustpunktfrei und hat in den Runden 3 und 4 zwei eher leichte Aufgaben vor der Brust, geht es doch in Berlin gegen die Aufsteiger Kreuzberg und Chemnitz.

Außer in Schwäbisch Hall wird noch in Kreuzberg und Solingen gespielt. In Kreuzberg empfangen die beiden Aufsteiger Kreuzberg und Chemnitz Baden-Baden und Freiburg. Hier ist das ebenfalls noch verlustpunktfreie Baden-Baden gegen die Aufsteiger klar favorisiert und wird eher Blicke nach Schwäbisch Hall werfen, wie es bei der Konkurrenz um den Titel ausgeht. Freiburg wird versuchen, gegen Kreuzberg und Chemnitz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu holen.

In Solingen treffen die Gastgeber und der SV Hemer auf Hamburg und Harksheide. Für Solingen und Hamburg geht es um den Anschluss an die Tabellenspitze. Zwischen Hemer und Harksheide geht es um Punkte für den Klassenerhalt.

Liveschach gibt es von allen Spielorten, die Links bei den einschlägigen Portalen gibt es unten.

Inzwischen steht offiziell fest, dass die zentrale Endrunde der Frauenbundesliga mit allen 12 Mannschaften im kommenden Jahr wie in 2023 und 2024 in Bad Königshofen stattfindet. Vom 17. bis 19. April 2026 geht es in den letzten drei Runden für Schwäbisch Hall gegen Deizisau, Harksheide und Hamburg. Ob es dann noch um den Titel geht, wird sich schon vorher entscheiden, nämlich am kommenden Wochenende und in Runde 8 am 14. März, wenn es in Freiburg gegen Baden-Baden geht.

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