Damen sind deutscher Meister, Herren werden Vierter

Es ist geschafft. In der letzten Runde schlugen die Haller Damen den FC Bayern München mit 6-0, dem gleichen Ergebnis, mit dem die Fußballer 2 Tage zuvor die Wolfsburger abgefertigt hatten, und sind damit erstmal deutscher Mannschaftsmeister. Damit nutzte Verfolger Baden Baden auch der hohe 5-1 Sieg gegen den Tabellendritten Bad Königshofen nicht mehr, um den SK Schwäbisch Hall noch von der Tabellenspitze zu verdrängen. Die Herren schafften einen guten Saisonabschluss: der SV Griesheim wurde 6-2 geschlagen. Damit beenden die Haller zum dritten Mal in Folge die Saison auf dem 4. Platz in der Tabelle, auch dies ist ein hervorragendes Ergebnis.

Die Begegnung der Damen gegen den Tabellenletzten aus München verlief eindeutig. Schwäbisch Hall hatte seine Mannschaft gegenüber dem Vortag nochmal geringfügig geändert: Iva Videnova spielte anstelle von Jana Zpevakova und musste gleich auf ihren Einsatz noch etwas länger warten: ihre Gegnerin Nellya Vidonyak hatte nämlich verschlafen und kam mit 15-minütiger Verspätung ans Brett geeilt und ging mit entsprechendem Zeitnachteil in die Partie. Auch die Bayern hatten ihre Mannschaft nochmal umgekrempelt, man wollte allen mitgereisten Spielerinnen eine Einsatzmöglichkeit geben. Schon nach 1,5 Stunden war klar, dass hier nicht mehr viel anbrennen würde – zusätzlich zum Elovorteil standen fast alle Haller Spielerinnen deutlich besser. Und schon vor der Zeitkontrolle war die Partie gelaufen: Jovana Rapport, Petra Papp und Annmarie Mütsch brachten Schwäbisch Hall 3-0 in Front. Die Ehre, den entscheidenden 4. Punkt zum Titelgewinn zu machen, hatte ausgerechnet Topscorerin Deimante Daulyte. Sie gewann alle 9 Partien, die sie zum Einsatz kam, davon gleich 6 mit Schwarz, unter anderem gegen die neue deutsche Nummer 2 Sarah Hoolt. Sie gewann damit auch den jährlich vom Schachticker ausgesetzten Preis für die beste Spielerin der Frauenbundesliga. Entsprechend gutgelaunt gab sie danach Chessbase ein Videointerview. Danach gewannen auch Nino Batsiashvili und Iva Videnova ihre Partien zum 6-0 Endstand.

Brett 1 und 2, in jedem Fall hatten die Bayern die schönsten Trainingsanzüge

Iva noch ohne Gegnerin, daneben SK-Präsident Mike Riedel

Deimante und Nino auf der Leinwand

Um 16:30 konnte die Mannschaft dann den Meisterpokal von DSB-Präsident Herbert Bastian entgegennehmen, und die Mannschaftsleitung hatte sich entschieden, dass Petra Papp den Pokal als Erste übergeben bekommen sollte, da sie am Samstag den entscheidenden Punkt zur Meisterschaft in ihrer dramatischen Partie gegen Natalia Straub aus Deizisau gemacht hatte.

Jovana und Richard Rapport (er wurde Dritter mit Solingen) mit Gold- bzw. Bronzemedaille

Preisübergabe an Deimante

Danach wurde die Meisterschaft gebührend in einem georgischen Restaurant in Berlin gefeiert, mit Nino Batsiashvili und Lela Javakhishvili hatte man ja sachkundige Unterstützung bei der Essens- und Getränkeauswahl dabei. Gäste aus der Männerbundesliga: Matthieu Cornette und Richard Rapport, die Ehemänner von Deimante Daulyte und Jovana Rapport.

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Die Herren schlossen die Saison mit einem glatten 6-2 gegen Griesheim ab und wurde am Ende hinter den übermächtigen Baden Badenern, Hockenheim und Solingen zum dritten Mal in Folge Vierter, auch dies ein hervorragendes Ergebnis. Herausragender Spieler der Mannschaft: Mathias Womacka, er spielte alle Begegnungen mit und blieb ungeschlagen.

Matthieu Cornette gewann gegen Stefan Walter

2 Stützen der Mannschaft: Mathias Womacka und Peter Michalik

Und noch eine Ehrung: Hartmut Ruffer vom Haller Tagblatt bekam den Journalistenpreis des Schachverbands Württemberg aus den Händen von SVW Pressereferent Claus Seyfried.

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