Alles war angerichtet für das entscheidende Spitzenspiel zwischen den beiden einzigen verlustpunktfreien Mannschaften der Verbandsliga Nord Schwäbisch Hall und Schönaich 2. Die Spieler waren angereist, das Haus der Vereine gebucht, Kaffee gekocht. Doch dann kam der Gegner nicht. Ganz kurzfristig gab Schönaich den Mannschaftskampf mit 0-8 verloren, angeblich wegen einer Vielzahl erkrankter Spieler. Das mag glauben wer will, hatte doch gerade Schönaich letztes Jahr nach dem freiwilligen Abstieg aus der Baden-Württemberg-Liga gegen die Schwäbisch Haller Einstufung in die Verbandsliga protestiert, ein Protest der schlussendlich abgewiesen worden war. Da sieht das Verhalten, nicht frühzeitig abzusagen, um den Schwäbisch Haller Spielern die zum Teil weite Anreise mit Auto oder Zug zu ersparen, doch nach einer klassischen Retourkutsche aus, unsportlich ist es allemal. Seis drum, Schwäbisch Hall steht dadurch eine Runde vor Schluss als Meister der Verbandsliga Nord und als Aufsteiger in die Oberliga Württemberg fest, ein Aufstieg, den man auch wahrnehmen wird.
Die Schwäbisch Haller Spieler vertrieben sich die Zeit mit den ein oder anderen Blitzpartien. In der letzten Runde in Ludwigsburg am 26.4. geht es für beide Mannschaften um nichts mehr, Ludwigsburg sollte nach dem heutigen Sieg in Sindelfingen gerettet sein.


