
Am kommenden Wochenende, dem 21. und 22. Februar 2026, werden in der Frauenbundesliga die Runden 6 und 7 gespielt. Die noch fehlende Einzelrunde 5 gegen den Reisepartner findet erst bei der zentralen Endrunde im April in Bad Königshofen statt. Für Schwäbisch Hall gilt es in Chemnitz die weiße Weste bei aktuell 8-0 Punkten zu verteidigen. Gegner von Schwäbisch Hall und Reisepartner Deizisau sind die beiden Aufsteiger Chemnitzer SC (Samstag 14:00) und SC Kreuzberg (Sonntag 9:00). Beide Aufsteiger kämpfen um den Klassenerhalt und haben bisher einmal gewonnen, Kreuzberg gegen Mitaufsteiger Freiburg-Zähringen und Chemnitz in Runde 2 überraschend gegen die Rodewischer Schachmiezen.
Die Schwäbisch Haller Damen sind haushoher Favorit in beiden Spielen, auch wenn man aller Voraussicht nach nicht mit der absoluten Topbesetzung antreten wird, sondern den ein oder anderen jungen Spielerinnen, die etwas weiter hinten in der Meldeliste stehen, Einsatzchancen in der Bundesliga geben wird. Trotzdem ist die Haller Mannschaftsleitung guter Dinge, zwei klare Siege einfahren zu können und damit verlustpunktfrei in das möglicherweise Meisterschaftsentscheidende Duell mit der ebenfalls verlustpunktfreien OSG Baden-Baden im März gehen zu können.
Bei Chemnitz bildet den Kern der Mannschaft die Schachfamilie Czäczine, bestehend aus Mutter Anne und den zwei Töchtern Paula und Laura. Bekannteste Spielerin bei Kreuzberg ist Sonja Maria Bluhm, schon oft als Kommentatorin bei unterschiedlichen Turnieren unterwegs und eines der Gesichter des Schachpodcasts Bluhmecke. Insgesamt ist der Eloschnitt der Schwäbisch Haller Mannschaft fast 400 Punkte höher als der beider gegnerischer Mannschaften, das ist im Schach eine kleine Welt.
Allerdings holte Chemnitz neben dem Sieg gegen Rodewisch bei der 2-4 Niederlage gegen das übermächtige Baden-Baden zwei Brettpunkte und gewann dabei die ersten beiden Bretter. Anna Czäczine schlug die langjährige deutsche Nummer 1 Elisabeth Pähtz und Elina Heutling gewann gegen die EM-Dritte Mai Narva aus Estland. Gerade nach dem knappen und glücklichen Sieg gegen den Tabellenletzten Hemer in Runde 2 ist Schwäbisch Hall alsor gewarnt, keinen Gegner in der Frauenbundesliga auf die leichte Schulter zu nehmen. Deizisau ist ebenfalls zweimal Favorit, aber je nach Aufstellung von Deizisau liegt hier ein Punktgewinn für die Gastgeberinnen eher im Bereich des Möglichen als gegen Schwäbisch Hall, wäre aber immer noch eine große Überraschung.

Gespielt wird am kommenden Wochenende außerdem in Baden-Baden und Rodewisch. In Baden Baden spielen die Gastgeberinnen und Freiburg gegen Hemer und Solingen. Baden-Baden ist zweimal klarer Favorit (mit geringem „Stolperpotential“ gegen Solingen), aber zwischen Hemer und Freiburg kommt es am Sonntag zu einem echten Abstiegsendspiel. Gerade für das noch punktlose Hemer bei allerdings schwerem Auftaktprogramm ist ein Sieg Pflicht, um nicht den Anschluss an das rettende Ufer schon früh zu verlieren.
In Rodewisch spielen Rodewisch und Bad Königshofen gegen Hamburg und Harksheide. Für Bad Königshofen gilt es nach der Niederlage gegen Schwäbisch Hall Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, aber das will Hamburg mit ebenfalls einer Saisonniederlage gegen Baden-Baden auch. Harksheide mit 4-4 Punkten gut gestartet hofft auf Punkte gegen den Tabellennachbarn Rodewisch, die schon früh den sicheren Klassenerhalt bedeuten würden.
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