Schwere Gegner in der Bundesliga

Am kommenden Wochenende ist die Winterpause in der Schachbundesliga vorbei, für Schwäbisch Hall geht es ein zweites Mal zum Reisepartner Dresden. In Meißen trifft die Haller Erste auf den Tabellenzweiten und deutschen Meister Solingen und auf den Tabellenvierten Mülheim.

Für Solingen ist es nach dem Sieg gegen Bremen die nächste große Standortbestimmung. Der Meister möchte möglichst bis zum Aufeinandertreffen mit Baden-Baden am vorletzten Spieltag in Berlin seine weiße Weste behalten und strebt 2 Siege an. Dagegen hat natürlich Schwäbisch Hall etwas, viel hängt wie immer von der Aufstellung beider Mannschaften ab. Nach der Niederlage gegen Baden-Baden möchte man natürlich gerne dem deutschen Meister ein Bein stellen.

Der zweite Gegner am Sonntag ist ebenfalls eine Spitzenmannschaft, Mülheim überrascht diese Saison wieder positiv nach einer völlig verkorksten Vorsaison und steht auf Platz 4. Wenn Schwäbisch Hall noch um einen Platz auf dem Treppchen mitspielen möchte, muss dieses Wochenende mindestens ein Sieg her. Auch Dresden wird als Gastgeber versuchen, sich möglichst gut aus der Affäre zu ziehen und daher eine starke Mannschaft aufbieten. In jedem Fall sind 4 spannende Begegnungen zu erwarten, es treffen 4 Mannschaften der ersten 7 der Tabelle aufeinander.

Erwarten kann man Stars wie David Navara für Mülheim (mit 4/4 an Brett 1), Richard Rapport und Markus Ragger für Solingen (Anish Giri wird wohl kaum spielen – er muss vermutlich aufs Kind aufpassen, da Gattin Sopiko Guramishvili noch bei der Frauen-WM in Teheran um den Einzug in die nächste Runde kämpft, aus dem selben Grund wird Elisabeth Pähtz bei Dresden fehlen) und Pavel Eljanov für Dresden. Wer für Schwäbisch Hall antritt, wird natürlich nicht vorher bekanntgegeben. Die Mannschaft bereitet sich in aller Abgeschiedenheit auf den Spieltag vor – nicht einmal engsten Anhängern wurde der Ort des Hotels verraten. Ab nächster Saison muss die Aufstellung übrigens mindestens 3 Stunden vor Rundenbeginn bekanntgegeben werden, dann ist eine gezieltere Vorbereitung auf den Gegner möglich als bisher.

Der Autor dieser Zeilen wird das erste Mal in dieser Saison bei einem Auswärtsauftritt dabei sein (es handelt sich ja nominell um 2 Heimspiele, aber bei über 400km Entfernung kann man kaum von Heimspielen sprechen). Daher wird es in jedem Fall nicht nur Texte aus erster Hand, sondern auch Bilder aus Meißen geben, das Titelfoto des Berichts stammt von der letzten Runde in Meißen und wurde von Katka Zpevakova gemacht.

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