Hitchcock stand Pate: 3. Mannschaft gewinnt gegen Schwaigern

Mario Meinel berichtet und fotografiert:

Die 3. Mannschaft hat gegen Schwaigern nach hochspannendem Verlauf 4,5-3,5 gewonnen.

Ein Drehbuch von Alfred Hitchcock hätte nicht spannender sein können. In diesem Mannschaftskampf wurde jede Art der Dramaturgie geboten. Beginnen wir von Anfang an: Captain Ulf Bischoff versuchte seinen jungen Gegner in der Eröffnung zu überlisten ( d5 und d5 -Aufbau ). Der junge Mann kannte sich aber mit der Theorie aus. Ulf gelang es seinen Gegner ins Dauerschach zu manövrieren. Remis. Kommen wir zu den Brüdern Mario und Boris Meinel: wäre Schwäbisch Hall eine Faschingshochburg, könnte man dazu Narrenschach sagen. Mario, der Topscorer des Teams, kannte sich im Morra-Gambit überhaupt nicht aus, spielte aber zur Verblüffung seines Gegners eine eigene kreative Form. Es gelang Mario dem Gegner eine Falle zu stellen, der Gegner machte einen klassischen Fehlgriff und ging zweizügig Matt. Boris Meinel tat sich am Anfang schwer gegen seinen jugendlichen Gegner. Im Verlauf konnte Boris seine Form finden. Er hatte einfach die besseren Ideen. Der Gegner übersah ein Schach, die Dame ging flöten und damit auch die Partie.  2,5- 0,5.

Danach schaffte der Gegner binnen weniger Minuten den Ausgleich. Erst Gregor Krenedics, dann Waldemar Reifschneider konnten dem Druck ihrer Gegner nicht mehr standhalten. 2,5- 2,5. Nun begann die Dramaturgie des Spieles.

Präsident Mike Riedel frisch aus Gibraltar zurückgekehrt hatte einen Bauern mehr, musste diesen im Turmendspiel bei höchster Zeitnot aber wieder abgeben. Beide Kontrahenten versuchten verbissen das Spiel zu entscheiden. Nur es gewann keiner, es endete remis. 3-3.

Der Senior des Teams, Erwin Neuman ( 80 Jahre ) gewann im Mittelspiel die Qualität. Sein jugendlicher Gegner kämpfte mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Dem Senior ging langsam die Luft aus. Zweimal wurde Erwin vom Captain Bischoff das Remis-Angebot seines Gegners verwehrt.  Beim dritten Mal nahm Erwin das Angebot an. 3,5-3,5.

Alle Augen richteten sich auf das achte Brett, wo Wolfgang Schmalzried sich mühte, die festgefahrene Stellung zu durchbrechen. Er hatte zwar Druck, doch der Gegner wehrte geschickt alle Drohungen ab. Doch dann meinte der Gegner aktiv zu werden zu müssen und wurde prompt mit einem Figurenverlust bestraft. Doch der Gegner hatte noch die Möglichkeit auf Dauerschach zu spielen. Wolfgang gelang es aber seinen König geschickt ins Zentrum zu ziehen, wo es kein Schach mehr gab. In höchster Zeitnot stellte der Gegner dann noch den Turm ein und streckte die Waffen. 4,5-3,5 für die Dritte. Hätte das Team in dieser Saison immer mit den ersten Acht gespielt, wäre der Aufstieg möglich gewesen. Nun spielt man weiterhin nur um die goldene Ananas.

 

 

Posted in Mannschaftskämpfe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.