Schnellschach bei der R+V-Versicherung

(Thomas Marschner)

Bei der diesjährigen Ausgabe des Schnellturniers der R+V-Versicherung in Wiesbaden gingen für die Bausparkasse Schwäbisch Hall zwei Mannschaften an den Start, die zu einem großen Teil aus Spielern des SK Schwäbisch Hall bestanden. Bei dem enorm stark besetzen Turnier belegte die 1. Mannschaft mit Thomas Marschner, Boris Meinel, Gregor Krenedics und Mario Meinel einen Platz im Mittelfeld und verpasste eine bessere Platzierung durch einige knappe Niederlagen. Die 2. Mannschaft mit Joachim Pulwer an Brett 1 schaffte immerhin einen Sieg und ein Unentschieden. Einen ausführlichen Bericht mit Bildern gibt es auf der Webseite des Autors, alle Ergebnisse gibt es beim Wiesbadener Betriebssportverband.

1. Mannschaft gewinnt auch drittes Spiel

(Mario Meinel)

Ein hartes Stück Arbeit musste der SK SHA1 gegen Ingersheim1 erledigen. Obwohl nominell im Nachteil, wehrten sich die Gegner tapfer. WGM Evgeniya Dolhunavoa war ihrem Gegner taktisch überlegen und gewann souverän. Jaroslav Buran musste nach hartem Kampf eine lange und zähe Partie remis geben. Captain Steffen Mages konnte seinem aggressiven Spiel dem Stempel aufdrücken und gewann genial.

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2. Mannschaft mit zweitem Sieg im zweiten Spiel

(Ulf Bischoff)

Die 2. Mannschaft des Schachklub Schwäbisch Hall musste am Sonntag, dem 20.10.2019 zur 2.Runde der Bezirksliga Nord nach Lauffen am Neckar fahren, um gegen die 2.Mannschaft von Lauffen zu spielen. Schon beim Treffpunkt war die Stimmung gut. Die Haller Mannschaft war gut aufgestellt, und man hoffte auf ein ähnliches Ergebnis wie in der letzten Saison, da gab es ein Unentschieden, der Gegner war aber nur mit 6 Spielern anstatt 8 Spielern angetreten.

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7-1 in Marbach – 1. Mannschaft übernimmt Tabellenführung in der Landesliga

(Boris Meinel)

Der SK Schwäbisch Hall hatte am 2. Spieltag in der Schach-Landesliga beim SV Marbach/ Neckar ein Auswärtsspiel. An Brett 3 konnte Evgeniya Doluhanova in einer kombinationfreudigen Partie gegen Uwe Jazeschen schön gewinnen. Routinier Hans Dieter Taxis zeigte am 8.Brett gegen Boris Meinel, dass auch er noch nichts verlernt hatte. In einer taktischen geprägten Spiel endete die Partie remis.

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Offene Klubmeisterschaft am 18.10.19

Unsere Klubmeisterschaft beginnt am 18.10.19 (Freitag). Wie beim letzten Mal wird sie wieder im Keizer-System ausgetragen. Das Turnier ist zudem offen – also auch nicht Vereinsmitglieder dürfen mitspielen. Das beste Vereinsmitglied wird zum Meister gekürt.

Hier nochmal die großen Vorteile des Keizer-Systems zusammengefasst:

  • Keine Terminabsprache notwendig
  • Wer spielen will bekommt einen Gegner
  • Später Einstieg in das Turnier möglich

zum Turnier selbst:

  • Ca. 9 Runden werden gespielt (nur eine Runde pro Spieltag)
  • 90 Minuten +30sec/Zug pro Spieler pro Partie
  • Anmeldeschluss ist immer kurz vor Rundenbeginn (etwa 19:45)

Jeder ist herzlich dazu eingeladen an diesem Turnier teilzunehmen – auch wenn es nur für eine oder zwei Runden ist. Das Keizer-System gewährt an dieser Stelle ein hohes Maß an Flexibilität, ohne den Wettbewerb zu verzerren.

Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen! 🙂

Spielgemeinschaft Schwäbisch Hall 3 – Gaildorf gewinnt gegen Bad Wimpfen

(Mario Meinel)

Ihr erstes Heimspiel der Saison bestritt die Spielgemeinschaft in Gaildorf. Man war sehr verblüfft, als Bad Wimpfen eintraf. Vier Senioren und vier Jugendspieler (alle um die 10 Jahre) waren die Gegner. Die Spielgemeinschaft unterschätzte die Gegner nicht und konnte schon nach 1 Stunde mit 4:0 in Führung gehen.

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Landesliga: Der Captain muss es wieder richten

Am Sonntag (15.09.19) startete endlich die Schachsaison für unsere erste Herrenmannschaft (SK SHA I). Mit dem SC Blauer Turm Bad Wimpfen I (im Folgenden SCBTBWI genannt) hatten wir es gleich zu Beginn mit einer der stärkeren Mannschaften der Liga zu tun. Doch verstärkt durch IM Ana Matnadze, WGM Mihaela Sandu und Jaroslav Buran waren wir gut gerüstet. SCBTBWI dagegen gelang es (meinen ehemaligen Teamkameraden aus Heilbronn) IM Ulrich Schulze aus seinem vorzeitigen Schachruhestand wiederzuerwecken und für die Mannschaftskämpfe zu gewinnen. An Brett 2 spielte Phillip Huber, welcher schon vor einigen Jahren eine unserer hochkarätigen Schachdamen schlagen konnte. IM Alina Kashlinskaya hatte damals das Nachsehen gegen ihn. Damit waren Brett 1+2 quasi auf Augenhöhe.

An den Brettern von 3-8 verzeichneten wir einen DWZ-Vorsprung von etwa 150-200 Punkten. Aber Schach ist nunmal keine mathematische Gleichung sondern Sport! Im Verlauf des Spieltages mussten wir noch ganz schön die Zähne zusammenbeißen um uns zu beweisen.

Doch erstmal Alles von Anfang an. Es ist 9 Uhr. Unsere Gegner waren noch nicht da. Das war die PERFEKTE Gelegenheit noch schnell die vorbestellten Butterbrezeln vom Bäcker abzuholen. Auf dem Weg dahin liefen mir dann die Spieler vom SCBTBWI über den Weg, auf der Suche nach unserem Spiellokal. Nachdem wir dann gemeinsam das Haus der Vereine gefunden hatten, gab ich nach kurzer Ansprache die Partieen frei.

Die Eröffnungsphase verlief sehr ruhig. Buchstäblich sowie schachlich. Ich schätze wir mussten uns alle zu Saisonbeginn erstmal wieder ans Turnierschach akklimatisieren. Lange Zeit passierte nicht viel, bis unser Remiskönig Dr. Bernhard Prinz, in einer für ihn völlig a-typischen Manier, plötzlich eine Qualität für 2 Bauern und starken Angriff opferte. Nach einer Weile fand er dann wie es schien doch nicht die schärfsten Fortsetzungen und willigte ins Remis ein. Von dieser Punkteteilung inspiriert, trennte sich auch Jaroslav Buran mit einem Halben Punkt von seinem Gegner. Micha Bahmann an Brett 4 dagegen hatte bereits Zeitprobleme. Bei 5 Minuten Restbedenkzeit und erst 20 gespielten Zügen war sein Remis sicherlich eine gute Entscheidung. An Brett 7 gelang es Daniel Fries nicht, seine positionell überlegene Stellung zu gewinnen. Auch Boris Meinel an Brett 8 ließ nichts unversucht, aber biss mit seinen Tricks auf Granit. Die Verteidigung der beiden Jugendspieler vom SCBTBWI war einfach zu souverän.

Damit hatte der SKSHAI 2,5 Punkte. Der SCBTBWI dagegen genauso 2,5 Punkte.

Die Mädels hatten grundsolide Positionen, aber auch keine konkreten Vorteile. Damit war mir klar, dass meine Partie maßgeblich für diesen Spieltag sein würde. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, aber da ich die einzige Gewinnpartie des Tages gespielt habe, komme ich um die Selbstbeweihräucherung wohl nicht herum. Deshalb gibt es hier meine kommentierte Partie zu sehen:

Bosiljko Jurkic (1988), SCBTBWI – Steffen Mages (2148), SKSHAI

*Ich klopfe mir selbst auf die Schulter*

Ana hatte derweil ein Dauerschach verschmäht, um weiter auf eine Gewinnchance zu warten. Mihaela spielte ein sehr ausgeglichenes Endspiel. 2 Springer gegen Springer+Läufer und beiderseits 3 Bauern. Jeder Zug den sie und ihr Kontrahent machten wirkte sehr subtil und kontrolliert. Im weiteren Verlauf einigten sich die beiden dann schließlich auf Remis. Da SCBTBWI nun hinten lag, sah sich Uli dazu gezwungen, eine „Seeschlange“ zu kreiren. Also eine Partie, die auf der Rückseite des Formulars weiter notiert werden muss. Beide hatten eine Dame auf dem Brett. Uli nannte a und b Bauern sein Eigen, während Ana mit g und h Bauern agierte. Für die Kiebitze war die Position unanfechtbar Remis. Ana erklärte mir nach der Partie jedoch, dass sie genau die selbe Stellung schon einmal auf dem Brett hatte und gegen Großmeister XY verlor. Deshalb wusste sie genau, wie sie verteidigen musste und brachte mit dem Remis den Mannschaftssieg nach Hause.

Hier die Partie zum nachspielen und nachträglich mitfiebern:

IM Ulrich Schulze (2273), SCBTBWI – IM Ana Matnadze (2397), SKHAI

Zu den anderen Mannschaften der Liga gibt es auch viel Gesprächsstoff. Ludwigsburg I hat zu sechst mit 4,5 Punkten gegen ihre Zweitgarnitur gewonnen. Lauffen in Bestbesetzung unterlag Ingersheim mit einem knappen Ergebnis. Öhringen dagegen gab sich bisher keine Blöße und gewann mit einem souveränen 5,5-2,5 gegen Marbach. Die Tabellenspitze sichterte sich Tamm mit einem 6-2 gegen Neuenstadt.

Die Saison verspricht schon jetzt interessant zu werden.

Autor: Steffen Mages